x

    Strategische Beschaffung entschlüsselt – Zykluszeitoptimierung, Analysen und die Zukunft

    • LinkedIn
    • Twitter
    • Copy
    • |
    • Shares 12
    • Reads 1097
    Author
    • DebaduttaDebaduttaContent-Strategin
      In einer Welt der Meinungen und nüchternen Zahlen erzählen Daten eine fesselnde Geschichte.
    Published: 23-April-2024
    strategic sourcing
    • Datenanalyse
    • Analytikberatung
    • Power BI
    Icon Fassen Sie diesen Blogbeitrag wie folgt zusammen:

    Anmerkung der Redaktion: Beschaffung kann so viel mehr sein als nur ein Kostenfaktor. Dieser Blog ist Ihr Leitfaden, um Ihre Beschaffung in eine strategische Triebkraft zu verwandeln, die Innovationen vorantreibt, Risiken minimiert und Ihrem Unternehmensergebnis einen spürbaren Mehrwert bietet. Wir behandeln alles von datengestützter Entscheidungsfindung bis hin zur Einführung modernster Technologien. Machen Sie sich bereit, Ihre Beschaffungsfunktion auf ein neues Level zu heben.

    Beschaffungs-/Einkaufs-/Einkaufsteams?

    Lieferantenbeziehungen… Lagerbestände… Pufferbestände… Aushandlung von Bestpreisverträgen? All dies wird traditionell als Prozess mit manuellen Eingriffen und menschlicher Interaktion wahrgenommen.

    Doch inmitten dieser manuellen Kontaktpunkte und Interaktionen untereinander gehen viele Daten verloren, und Unternehmen verfehlen es, ein vollständiges Bild zu zeichnen – 69 % der Unternehmen haben keine vollständige Transparenz über ihre Lieferkette! [Quelle]

    83 % der Supply-Chain-Experten gaben an, dass weniger als 50 % ihrer Beschaffungsprozesse automatisiert sind.

    Industrie 4.0 erlebt, wie Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) und KI-Bots Lieferantendatenbanken durchsuchen, dynamische Angebotsanfragen erstellen, Angebote analysieren und Verhandlungen optimieren. Der Einkauf wandelt sich von einer trägen, papierbasierten Angelegenheit zu einem hochkonzentrierten Verhandlungsführer, der Kostenineffizienzen beseitigt und Agilität demonstriert.

    Automatisieren oder untergehen. Dieser Ansatz optimiert den gesamten Prozess – von Verhandlungsstrategien bis hin zu einem verbesserten Vertragsmanagement. Er treibt den Wandel von umständlichen Papierprozessen hin zu zielgerichteter Beschaffung voran und steigert so Effizienz und Wettbewerbsvorteil. Im heutigen dynamischen Markt ist Automatisierung nicht nur ein Vorteil, sondern eine Notwendigkeit.

    US-Beschaffung als Dienstleistungsbanner
    Strategische Beschaffung zur Effizienzsteigerung entschlüsseln

    Strategische Beschaffung verstehen

    Vereinfacht gesagt, ist es der Prozess zwischen der ersten Anfrage für ein Produkt oder eine Dienstleistung und dem Zeitpunkt, an dem es/sie zum Kauf verfügbar ist. Eine höhere Effizienz in diesem Zyklus hilft einem Unternehmen, proaktiv auf Marktanforderungen zu reagieren, Kosten zu senken und Krisen zu bewältigen.

    Bevor wir tiefer in die Materie einsteigen, wollen wir die Unterschiede zwischen den beiden Hauptansätzen im Kategorienmanagement herausarbeiten: Strategische Beschaffung und Taktische/Operative Beschaffung.

    Marktbanner für Beschaffung als Dienstleistung

    Analyse der Zukunft der strategischen Beschaffung

    Taktische Beschaffung konzentriert sich auf unmittelbare, transaktionsbezogene Bedürfnisse mit Blick auf kurzfristige Gewinne. Strategische Beschaffung hingegen fungiert als übergeordneter Koordinator.

    Sie richtet Beschaffungsstrategien an übergeordneten Unternehmenszielen aus und legt dabei Wert auf langfristige Lieferantenbeziehungen, Risikomanagement und Innovation. Im weiteren Verlauf dieses Blogbeitrags konzentrieren wir uns auf die entscheidende Bedeutung strategischer Beschaffungsprozesse.

    Schlüsselkomponenten, die den strategischen Beschaffungszyklus bestimmen

    1. Prognose und Kategorisierung

    Analysieren Sie historische und prognostizierte Einkaufsdaten: Dies beinhaltet das Verständnis Ihrer aktuellen Ausgabenmuster für Rohstoffe, Komponenten, Fertigwaren und Dienstleistungen.

    Klassifizieren Sie die Kategorien nach Kritikalität, Komplexität und Volumen: Beispielsweise verdienen Komponenten mit hohem Volumen und kritischer Relevanz mehr Aufmerksamkeit als Komponenten mit niedrigem Volumen und unkritischer Relevanz. Dies priorisiert die Beschaffungsbemühungen und ermöglicht eine effiziente Ressourcenzuweisung.

    2. Kategorienstrategie

    Richten Sie Ihre strategische Beschaffungsstrategie an den Unternehmenszielen aus: Berücksichtigen Sie Kostenreduzierung, Innovation, Risikominimierung und Nachhaltigkeit als wichtige Parameter. Streben Sie den niedrigsten Preis, die höchste Qualität oder ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beidem an?

    Definieren Sie Ihre strategischen Beschaffungsstrategien: Einzel- vs. Mehrfachbeschaffung, direkte vs. indirekte Beschaffung und globale vs. lokale Beschaffung – basierend auf Ihren strategischen Zielen und Ihrer Risikotoleranz. Darüber hinaus können fortgeschrittene Techniken wie die multikriterielle Entscheidungsanalyse (MCDA) und die Spieltheorie die Lieferantenauswahl und -verhandlung optimieren.

    3. Kategorie Ausführung

    Die Kategorieumsetzung umfasst die operative Umsetzung der gewählten Kategorienstrategie. Integrierte Datenplattformen ermöglichen Unternehmen Einblicke in Lagerbestände, Lieferantenleistungskennzahlen und die Einhaltung von Vorschriften. Darüber hinaus können KI-Algorithmen Beschaffungsparameter an veränderte Nachfragemuster, Lieferzeiten und Qualitätskennzahlen anpassen und so eine reibungslose Durchführung des strategischen Beschaffungsprozesses gewährleisten.

    4. Lieferantenauswahl

    Entwickeln Sie auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Bewertungskriterien und konzentrieren Sie sich dabei auf Kennzahlen wie Preis, Qualität, Lieferzeiten und Risikoprofil. Gewichtete Bewertungsmodelle sind dabei Ihre verlässlichen Ratgeber und helfen Ihnen, Lieferanten objektiv zu vergleichen und die vielversprechendsten Kandidaten auszuwählen. Zögern Sie nicht, detaillierte Audits durchzuführen und neben den Daten auch die Einrichtungen, Produktionsprozesse und Qualitätskontrollsysteme der Lieferanten persönlich zu beurteilen. Denken Sie daran: Vertrauen ist die Basis jeder starken Partnerschaft.

    5. Verhandlung und Vertragsabschluss

    Ziel ist es, Lieferanten zu finden, die nicht nur wettbewerbsfähige Preise bieten, sondern auch Innovationskraft, technisches Know-how und Kooperationsbereitschaft mitbringen. Sobald die Konditionen vereinbart sind, sollte ein prägnanter Vertrag aufgesetzt werden, der Verantwortlichkeiten, Preisstrukturen, Risikominderungsstrategien, Leistungsgarantien, KPIs und die Bedingungen für eine Vertragsverlängerung festlegt.

    Erkunden Sie den Supply Chain Control Tower – Ihre zentrale Anlaufstelle zur Überwachung Ihrer Lieferkette

    Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Verwendung traditioneller Beschaffungsinstrumente?

    Herausforderungen im Beschaffungsprozess

    Herausforderungen beim traditionellen Beschaffungsprozess

    Obwohl die Bedeutung der Optimierung der Beschaffungszykluszeit unbestritten ist, kämpfen viele Unternehmen weiterhin mit Herausforderungen bei der Verwendung traditioneller Beschaffungstools. Diesen Tools fehlen oft die fortschrittlichen Funktionen, die für eine effiziente Optimierung des Beschaffungsprozesses erforderlich sind. Im Folgenden werden einige der wichtigsten Herausforderungen im Zusammenhang mit traditionellen Tools erläutert.

    Datenanalyse als Wettbewerbsvorteil im strategischen Einkauf

    Um im Einkaufsprozess echte Effizienz und Exzellenz zu erreichen, müssen Unternehmen datengestützte Entscheidungsfindung wählen, um die Hebel des Beschaffungsprozesses grundlegend neu zu gestalten.

    Lassen Sie uns untersuchen, welche zentrale Rolle Datenanalysen in jedem einzelnen Aspekt des Kaufprozesses spielen:

    Bedarfsermittlung: Mithilfe von historischen Datenanalysen und prädiktiven Modellen ermöglicht die Datenanalyse Unternehmen, den Bedarf präzise vorherzusagen und den Beschaffungsprozess proaktiv einzuleiten. Unternehmen können so aufwendige manuelle Aufgaben eliminieren und dadurch Fehler, Verzögerungen und unnötige Doppelarbeit reduzieren. Die Standardisierung gewährleistet ein vereinfachtes und einheitliches Vorgehen und fördert die Einhaltung von Richtlinien und Verfahren.

    Dynamische Bedarfsprognose: Nutzen Sie modernste prädiktive Analysen auf Basis historischer Daten – so können Sie Bedarfsmuster mit außergewöhnlicher Genauigkeit vorhersagen. Diese Funktion optimiert den strategischen Beschaffungsprozess und stellt sicher, dass Waren und Dienstleistungen genau dann verfügbar sind, wenn sie benötigt werden.

    Beispielsweise können datengestützte Prozessabbildung und Lean-Prinzipien Verbesserungspotenziale aufzeigen. Dieser Ansatz stellt sicher, dass der Einkaufsprozess an den Geschäftsstrategien ausgerichtet bleibt und gleichzeitig nicht wertschöpfende Schritte eliminiert werden.

    Präzision bei der Lieferantenauswahl: Mit umfassenden Daten können Unternehmen die Lieferantenauswahl zu einem sorgfältigen, datengestützten Prozess gestalten. Dieser geht über Leistungskennzahlen hinaus und umfasst Indikatoren für finanzielle Stabilität, historische Preistrends, nachhaltige Beschaffungsmethoden und sogar Marktinformationen. Diese Präzision stellt sicher, dass die ausgewählten Lieferanten nicht nur zuverlässige Dienstleister, sondern strategische Partner für das Wachstum des Unternehmens sind.

    Übrigens, haben Sie sich schon das Periodensystem der Beschaffungs-KPIs angesehen?

    Infografik zur periodischen Tabelle der Beschaffungsanalyse

    Periodensystem der Beschaffungsanalyse

    Preispotenzial für Rohstoffe: Durch den Einsatz fortschrittlicher Datenmanagement-, statistischer Analyse- und Prognosemodelle können Unternehmen aus verschiedenen Datensätzen aussagekräftige Erkenntnisse gewinnen und zukünftige Preistrends präzise vorhersagen und darauf reagieren.

    Die Modellierung der Gesamtbetriebskosten (TCO) , die Analyse der Lieferantenleistung und die Anwendung spieltheoretischer Prinzipien in Verhandlungsstrategien erhöhen die technische Raffinesse der Materialpreisoptimierung. Dynamische, KI-gestützte Preismodelle ermöglichen Echtzeit-Anpassungen an Marktschwankungen, während fortschrittliche Verhandlungstechniken wie Simulationstools und dynamische Preisalgorithmen Unternehmen in die Lage versetzen, optimale Preisvereinbarungen zu erzielen.

    Überwachung und Optimierung mit datengestützten KPIs: Datenanalysen dienen als Augen und Ohren des Einkaufsprozesses und ermöglichen die kontinuierliche Überwachung und Verbesserung von KPIs. Diese KPIs, darunter die Zykluszeit und die Kosten der strategischen Beschaffung, liefern wichtige Erkenntnisse über Stärken und Schwächen des Prozesses, die Marktdynamik und Chancen. Dies unterstützt die Anwender bei der Umsetzung von Korrektur- und Präventivmaßnahmen sowie bei der Etablierung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung.

    KPIs müssen umsetzbare Erkenntnisse liefern. Beispielsweise liefern Kennzahlen wie OTIF (On Time In Full) wertvolle, vielschichtige Informationen, die Aufschluss über die Zuverlässigkeit der Lieferanten, die Effektivität der Käufer und die Effizienz der Kommunikation geben.

    Schulung und Förderung von Einkaufsmitarbeitern: Datenanalysen befähigen die am Einkaufsprozess beteiligten Mitarbeiter, indem sie ihnen die für datengestützte Entscheidungen erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen vermitteln. Schulungsprogramme, ergänzt durch Coaching, Mentoring und Anerkennung, schaffen einen Expertenpool, der Dateneinblicke effektiv nutzen kann. Befähigte Mitarbeiter übernehmen Verantwortung für den Prozess, treffen fundierte Entscheidungen und lösen komplexe Probleme.

    Risikominimierung und Compliance-Sicherung: Im heutigen globalisierten Markt ist Risikomanagement unerlässlich. Sourcing Analytics bietet einen dynamischen Rahmen für die Risikobewertung, der die Stabilität von Lieferanten, geopolitische Faktoren und die Einhaltung von Compliance-Vorgaben analysiert. So wird jede Lieferantenbeziehung gegen potenzielle Störungen abgesichert.

    Im Wesentlichen geht es bei der Rolle derDatenanalyse im strategischen Einkauf nicht nur um Optimierung, sondern darum, Entscheidungen und Interaktionen mit Daten und Erkenntnissen anzureichern – und den Einkauf so von einer transaktionalen Funktion zu einer Notwendigkeit zu erheben.

    Analyse der Zukunft des strategischen Einkaufs

    Angesichts der technologischen Umwälzungen im Beschaffungswesen wollen wir einige bewährte Methoden für den strategischen Einkauf zur Sicherung des zukünftigen Erfolgs näher betrachten:

    Zukunft des strategischen Einkaufes Banner

    Zukunft strategischer Beschaffungsprozesse

    Nutzung von KI und Automatisierung: Mit Blick auf die Zukunft könnte die strategische Beschaffung im Supply-Chain-Management durch die Kombination von fortschrittlicher Analytik mit KI und Blockchain deutlich verbessert werden. Dies verspricht eine grundlegende Veränderung des Marktes durch innovative Tools zur Lieferantenauswahl. Fortschrittliche Automatisierung kann die komplexen Prozesse der Lieferantenqualifizierung optimieren.

    Fokus auf Nachhaltigkeit und Resilienz: Die Integration von ESG-Faktoren in die Lieferantenauswahl wird zu einem Eckpfeiler verantwortungsvollen Geschäftserfolgs. Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, die Abfallminimierung und die Maximierung der Ressourcennutzung werden als nachhaltige Beschaffungsstrategien anerkannt. Der Aufbau agiler und geografisch diversifizierter Lieferantennetzwerke ist entscheidend, um geopolitische Risiken zu mindern und die Geschäftskontinuität im Falle von Störungen zu gewährleisten.

    Zusammenarbeit und Innovation: Enge, partnerschaftliche Kooperationen mit Schlüssellieferanten fördern die gemeinsame Entwicklung zukunftsweisender Produkte und Dienstleistungen. Plattformbasierte Beschaffung verbindet Käufer und Lieferanten effizienter und stärkt branchenübergreifende Kooperationen. Der Beschaffungsexperte entwickelt sich vom Kostensenker zum strategischen Wertschöpfer, der Innovationen vorantreibt und Risiken durch geschickte Verhandlungen und den Aufbau starker Lieferantenbeziehungen minimiert.

    Zusammenfassung

    Der strategische Beschaffungszyklus ist eine wichtige Kennzahl im Einkauf zur Steigerung der betrieblichen Effizienz. Datenanalysen ermöglichen es Unternehmen, jede Phase des Beschaffungszyklus zu optimieren – von der Bedarfsplanung bis zur Lieferantenleistungsanalyse –, was letztendlich zu kürzeren Durchlaufzeiten und einer höheren Beschaffungseffizienz führt.

    Angesichts der ständigen Weiterentwicklung der Technologie ist die Anwendung datengetriebener Ansätze im Beschaffungswesen keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit, um im heutigen wettbewerbsintensiven Geschäftsumfeld die Nase vorn zu haben.

    Über den Autor

    strategic sourcing
    Debadutta

    Content-Strategin

    In einer Welt der Meinungen und nüchternen Zahlen erzählen Daten eine fesselnde Geschichte.

    Im Allgemeinen spricht man über

    • Datenanalyse
    • Analytikberatung
    • Power BI

    Verwandter Blog