Eine vernetzte Fabrik ermöglicht es Menschen, Maschinen und Sensoren, Informationen nahtlos über digitale Technologien auszutauschen. Die Vernetzung in einer Fabrik oder einem Werk verfolgt zwei Hauptziele. Der erste Schritt ist die Sicherstellung nachhaltiger Produktivität, Selbstkorrektur und Qualität. Dadurch steigt die Rentabilität.
Zweitens ist es vielleicht weniger offensichtlich. Ein weiteres Ziel der vernetzten Fabrik ist die Stärkung der Mitarbeiter. Durch die Kombination von Kontrolle, Transparenz und Flexibilität ermöglichen neue digitale Lösungen den Produktionsmitarbeitern kreativere und wirkungsvollere Verbesserungen.
- Die Echtzeit-Transparenz der Betriebstechnologie in den Produktionsstätten führt zu besseren Entscheidungen.
- Die Möglichkeit, Einblick in wichtige Produktionskennzahlen zu gewinnen, versetzt Sie in die Lage, schnell Maßnahmen zu ergreifen, um Abfall zu reduzieren oder bestimmte Abfallarten von vornherein zu verhindern.
- Die Entwicklung und der Einsatz kundenspezifischer Anwendungen durch Ingenieure fördern Effizienz und Skalierbarkeit in der Fertigung, indem sie vorausschauende Wartung ermöglichen und linienspezifische Probleme lösen.
- Durch eine verbesserte Anlagennutzung und eine Maximierung der Anlagenleistung können die zentrale Überwachung und Verwaltung korrigiert und verbessert werden.
- Ein klarer Maßstab für die Ressourcennutzung und die Identifizierung von Ineffizienzen können die üblicherweise hohen Kosten einsparen, die mit betrieblichen Verbesserungen verbunden sind.
- Die Fähigkeit, Qualitätsprobleme schnell zu erkennen und zu verhindern, ist unerlässlich, um Geräteprobleme so schnell wie möglich zu finden und zu beheben.
- Intelligente Technologien werden immer erschwinglicher. Es ist mittlerweile kostengünstiger, RFID-Tags und Sensoren in viele Produkte zu integrieren, und neue Produkte binden zunehmend intelligente Funktionen ein.
- Die von Sensoren und Geräten erzeugten Daten können mithilfe von Technologien wie Advanced Analytics und der Cloud erfasst und analysiert werden.
Das Konzept der vernetzten Fabrik geht weit über die Automatisierung von Montagelinien oder den Einsatz von Robotern in der Fertigung hinaus. Die Integration und Befähigung der Mitarbeiter steht im Mittelpunkt der Fabrikvernetzung. Der Fertigungsprozess lässt sich nun so vernetzen und skalieren, dass Sensoren, Geräte, Maschinen und Mitarbeiter miteinander verbunden werden. Dank kollaborativer digitaler Infrastruktur und Maschinenautonomie können Mitarbeiter Produktion und Lieferketten aus der Ferne überwachen.
Mit der Entwicklung von IoT-Geräten (Internet der Dinge) generieren Fertigungssysteme heute Terabytes an Daten. Die Verwaltung und Auswertung dieser Datenmenge stellt eine Herausforderung dar. Fertigungsprozesse werden daher modernisiert und umfassen veränderte Managementprinzipien, Datenerfassungs- und Analyseframeworks, Automatisierung und Robotik in vernetzten Fabriken, die Industrie 4.0, IoT und Big Data integrieren.