Zunächst zu den Grundlagen: Die Migration von Anwendungen oder Daten in die öffentliche Cloud von Microsoft wird als Azure-Migration bezeichnet. Vor dem kürzlich erfolgten Rebranding und der Namensänderung war das Unternehmen als Windows Azure bekannt. Sie sollten die drei Definitionen kennen.
Öffentliche Cloud: Eine öffentliche Cloud ist eine frei zugängliche virtuelle Umgebung, die von einem Drittanbieter verwaltet wird. Die gesamte Infrastruktur gehört Microsoft und wird von Microsoft gewartet, und unzählige Nutzer verwenden deren Dienste.
IaaS: Microsoft bietet Azure sowohl in Form von IaaS als auch in Form von PaaS an. Mit dem IaaS-Angebot (Infrastructure as a Service) haben Benutzer lediglich Zugriff auf die Rohressourcen, wie z. B. Speicherplatz.
PaaS: Microsoft stellt Benutzern im Rahmen seines PaaS-Modells (Platform as a Service) die Werkzeuge und Bausteine zur Verfügung, die sie zum Erstellen und Ausführen von Anwendungen benötigen.
Leistungsbewertung: Um festzustellen, ob die Anwendungen und Daten eines Unternehmens cloudfähig sind, müssen zahlreiche Faktoren berücksichtigt werden. Dies wird allgemein als Cloud-Readiness bezeichnet. Für einen reibungslosen Übergang müssen unter anderem die Abhängigkeiten zwischen den Anwendungen ermittelt werden. Die Verantwortlichen für die Migration müssen zudem sicherstellen, dass die Daten extrahiert und migriert werden können, ohne dass Daten verloren gehen oder beschädigt werden. Auch wenn die meisten dieser Punkte nicht unüberwindbar sind, erfordern sie doch ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl, um vor der Migration die notwendigen Schritte einzuleiten.
Überprüfung der Unternehmensanforderungen: Die Anforderungen des Unternehmens werden ebenfalls deutlich. Falls die Migration die Bearbeitung alter und problematischer Legacy-Software erfordert, muss dies vorrangig behandelt werden. Andererseits sind manche Anwendungen möglicherweise an wichtige Ereignisse gebunden, sodass deren Ausfallzeiten in Zeiten geringerer Nutzung geplant werden sollten. Um Prioritäten festzulegen, müssen die Unternehmensleitung, das IT-Team und die für die Azure-Migration zuständigen Support-Services zusammenarbeiten.
Bei der Migration einzelner Anwendungen wird diesen ausreichend Zeit zum Testen gegeben, um sicherzustellen, dass etwaige Probleme erkannt werden, bevor mit dem nächsten Schritt fortgefahren wird.
Roadmap-Layout: Derartige groß angelegte Migrationen erstrecken sich typischerweise über mehrere Wochen, Monate oder Jahre. Um ausreichend Zeit für Tests und reibungslose Rollouts zu gewährleisten, werden Anwendungen und Daten nacheinander migriert.
Migration und Test: Bei der Migration einzelner Anwendungen wird diesen ausreichend Zeit zum Testen gegeben, um sicherzustellen, dass etwaige Probleme vor der Migration in die nächste Phase identifiziert werden.
Überwachung: Alle Anwendungen, sowohl jene, die sich noch an ihrem ursprünglichen Standort befinden, als auch jene, die bereits nach Azure migriert wurden, sollten überwacht werden, um ihren einwandfreien Zustand sicherzustellen. Das Unternehmen muss im Vorfeld festlegen, was als Erfolg gilt, um den Erfolg der Umstellung messen zu können – ein ebenso wichtiger Aspekt. In vielen Fällen spielen die Kosten weiterhin eine bedeutende Rolle. Die Reduzierung von Ausfallzeiten kann jedoch ebenso wie die Benutzerzufriedenheit, Fehlerraten oder andere Kennzahlen als Messgröße dienen.
Zu den Vorteilen einer Migration gehören eine verbesserte operative Leistung und reduzierte IT-Kosten. Der Migrationsprozess selbst birgt jedoch einige Herausforderungen, beispielsweise in Bezug auf Planung und Kosten. Im Folgenden finden Sie einige der wichtigsten Vorteile und Einschränkungen der Azure-Migration:
- Flexibilität und Skalierbarkeit.
- Kostengünstig.
- Vereinfachte Verwaltung und Überwachung.
- Erhöhte Sicherheit.
- Ermöglicht die Verwendung beliebiger Frameworks, Sprachen oder Tools.
- Erfordert Plattformkenntnisse.
- Betriebsausfall.
- Auswahl des Migrationspartners oder -anbieters.
- Erfordert umfangreiche Planung.
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