
Fassen Sie diesen Blogbeitrag wie folgt zusammen:
Veränderung ist die einzige Konstante – dieses Zitat trifft auf die heutige digitale Landschaft, insbesondere den Zahlungsverkehr, voll und ganz zu. In Indien sind in den letzten Jahren zahlreiche neue Zahlungsprodukte auf den Markt gekommen. UPI (unglaublich, aber wahr: Es wurde erst 2016 eingeführt!), der Aadhaar-basierte Zahlungsdienst (AePS), Prepaid-Zahlungsinstrumente, digitale Zahlungstransaktionen mit verschiedenen Apps und vieles mehr.
Und „e-RUPI“ – eingeführt von Premierminister Narendra Modi am 2. August 2021 – ist die neueste Ergänzung zur sich wandelnden digitalen Landschaft Indiens.

Laut Regierung handelt es sich bei e-RUPI um ein bargeldloses und kontaktloses Instrument für digitale Zahlungen. Es fungiert als elektronischer Gutschein auf Basis eines QR-Codes oder einer SMS-Zeichenfolge, der an die Mobiltelefone der Begünstigten übermittelt wird.
Einfach ausgedrückt geht es darum, die Menschen zu erreichen, die noch keinen Zugang zum Internet haben (Indien hat eine Internetdurchdringung von etwa 34,4 %, was ungefähr der städtischen Bevölkerung Indiens entspricht), Smartphones, Apps für digitale Zahlungen, Finanzinstitute, Bankkonten und hauptsächlich Bargeldtransaktionen im Alltag durchführen.
Der entscheidende Vorteil besteht darin, dass die Gutscheine direkt an die mit Aadhar verknüpften Mobiltelefonnummern in Form von QR-Codes oder Vouchern gesendet werden können und nur am angegebenen Bestimmungsort eingelöst werden können. (Wenn Sie beispielsweise einen Voucher für Düngemittelzuschüsse erhalten, ist dieser nur für diesen Zweck gültig und nicht übertragbar.)
Es ähnelt der Sodexo-Karte, die von privaten Institutionen genutzt wird, da das Guthaben im Voraus bezahlt wird. Die Zahlung erfolgt jedoch kontaktlos und bargeldlos.
Drei Dinge erwarten die Menschen heutzutage von allen Finanztransaktionen: Komfort, Schnelligkeit und Vertrauen. Mit e-Rupi versucht die Regierung möglicherweise, den Komfort zu verbessern. Man darf jedoch nicht vergessen, dass die Smartphone-Nutzungin Indien erst 42 %erreicht hat. Daher ist die Frage, ob QR-Codes auf einfachen Handys überhaupt funktionieren, noch ungeklärt.
Wir alle wissen, dass e-Rupi eingeführt wurde, um die Transparenz zu verbessern und das Risiko des Missbrauchs öffentlicher Gelder zu verringern. Ein wichtiger Aspekt ist jedoch die Infrastruktur der Finanzinstitute zur Abwicklung der Zahlungen. Privatbanken verzeichneten im Geschäftsjahr 2021 einen Anstieg der Betrugsfälle um35 %im Vergleich zum Vorjahr. Daher sind gute Datenverwaltungspraktiken und ein effektives Risikomanagement unerlässlich.
Gutes Datenmanagement könnte die Grundlage für eine solche digitale Infrastruktur bilden. Mit einem zukunftsorientierten Ansatz, derAnalytik und Business Intelligence im Finanzdienstleistungssektor nutzt, können Institutionen die Verwendung solcher Gutscheine analysieren(die elektronische Rupie ist nicht nur für öffentliche Einrichtungen, sondern auch für private Unternehmen bestimmt).Dies kann zu einem besseren Verständnis von Kreditvergabe, Zahlungen und Transaktionen beitragen und somit Risiken reduzieren. Besonders relevant ist dies im Hinblick auf die geplante Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) durch die indische Zentralbank (RBI).
Ein offensichtlicher Effekt ist die verstärkte Nutzung digitaler Technologien in der Bevölkerung, was langfristig sehr nützlich sein kann. Der tatsächliche Nutzen und die Auswirkungen zeigen sich jedoch erst nach der Implementierung durch Datenanalyse. Verschiedene Datentypen wie geografische Daten, der Wert der Gutscheine, die öffentlichen Stellen, für die sie verwendet werden, Beiträge privater Organisationen und vieles mehr können analysiert werden und sind hilfreich für die Mittelverteilung oder um die Verwendung der Mittel für zukünftige Verbesserungen zu verstehen.
Für Unternehmen kann dies zu mehr Transparenz bei ihren CSR-Mitteln und einer besseren Einhaltung von ESG-Standards führen. Beispielsweise beliefen sich die UPI-Transaktionen allein im Juli auf 300 Crore (3 Milliarden) Rupien, was einem Wert von 6 Lakh Crore (6 Billionen) Rupien entspricht. Unternehmen können dies als neue Chance nutzen, innovative Zahlungsmethoden einzusetzen. Um jedoch den tatsächlichen ROI dieser Aktivitäten zu erzielen, benötigen Unternehmen solide Grundlagen in den Bereichen Datenmanagement und Datenanalyse.
Einer der drei oben genannten Aspekte ist „Vertrauen“. Die Regierung plant die Einführung eines Zahlungssystems auf Basis von JAM (JanDhan-Aadhaar-Mobile). Rund 95 % der Bevölkerung, also etwa 65 %, besitzen eine Aadhaar-Karte. Angesichts einer Alphabetisierungsrate von 69,3 % (ca. 30,7 % Analphabeten) könnte dies bedeuten, dass ein Teil der Bevölkerung, für den das Zahlungsmodell eingeführt wurde, es noch nicht kennt oder nicht nutzen kann – zumindest nicht ohne entsprechende Kenntnisse und Aufklärung.
Ein weiterer Nachteil mangelnden Wissens ist die mögliche Zunahme von Betrugsfällen. Beispielsweise liegt die Betrugsrate in Ländern wie den USA bei jedem zehnten Erwachsenen. Digitale Betrugsfälle und Identitätsdiebstahl können zunehmen, wenn die Bevölkerung unwissend ist, die technischen Details nicht versteht und die Betrüger über entsprechendes Wissen und technisches Know-how verfügen – insbesondere bei Betrugsfällenim Zusammenhang mit Aadhaar.
Wie alle großartigen Ideen hängt auch diese von der Umsetzung ab. Warten wir also ab! Abschließend lässt sich sagen, dass selbst die Regierung die digitale Transformation als zukunftsweisend ansieht. Unternehmen müssen diesen Trend nutzen, um in der heutigen Zeit wettbewerbsfähig zu bleiben.