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Das erste Halbjahr 2022 neigt sich dem Ende zu und das Jahr war von globalen Schwankungen geprägt, etwa durch den Beginn des Krieges zwischen Russland und der Ukraine und dessen sich abzeichnende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft in Bezug auf Inflation, Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sowie die Reaktion der Konsumgütermarken auf den Krieg.
Beginnen wir unseren heutigen Überblick mit einer interessanten Diskussion von Eric Falardeau, Forschungsleiter bei McKinsey. Er stellte die Frage: „Gab es so etwas wie ‚Kundenloyalität‘ überhaupt jemals?“ Er argumentiert, dass Kundenloyalität maßgeblich mit der durch Gewohnheiten geprägten Trägheit der Kunden zusammenhing, die während der Pandemie stark ins Wanken geraten ist. Daher müssen Unternehmen mehr denn je um die Kundenbindung und -gewinnung kämpfen.
Darüber hinaus deuten Trends auf eine stärkere Affinität der Käufer zu Elektronikprodukten hin, erstens aufgrund der zunehmenden Nutzung dieser Produkte und zweitens aufgrund höherer Ersparnisse der Kunden durch geringere Ausgaben außerhalb des Hauses und für Reisen.
Ein weiterer Trend, der das Konsumverhalten deutlich verändert, ist die Inflation. Die Preise für alle Waren sind gestiegen, und das hat jeder von uns zu spüren bekommen. Discounter profitieren hier stark, da sie über einen treuen Kundenstamm verfügen und im Vergleich zu großen Einzelhandelsketten, die Unsummen für Werbeaktionen ausgeben, ihre Gewinnmargen besser nutzen können.
Obwohl die Inflation mit dem höchsten Stand der letzten zehn Jahre in den USA deutlich höher ist, hat dies die US-Verbraucher nicht davon abgehalten, ihre Ausgaben einzuschränken. Die folgende Grafik verdeutlicht diesen Trend in den USA:
Laut Grafik gaben US-Verbraucher im März 2022 18 % mehr aus als zwei Jahre zuvor und 12 % mehr als die auf Basis der Zahlen vor der COVID-19-Pandemie prognostizierte Summe. Dies untermauert den zweiten Punkt, nämlich die gestiegenen Ersparnisse der letzten zwei Jahre und damit die höhere Konsumfähigkeit.
Lesen Sie weiter über das ThemaKonsumausgaben und die Ergebnisse verschiedener Studien.
All diese Trends deuten auf eine bedeutende Verhaltens- und Nachfrageveränderung im Kaufverhalten der Konsumenten hin. Und die Warenengpässe während der Pandemie haben die bittere Wahrheit offenbart:
Experten im Bereich Konsumgüter betonten die Bedeutung von Analysen und deren Rolle in den Turbulenzen der Weltwirtschaft. Sie können hierbei eine wichtige Rolle spielen, insbesondere in folgenden Punkten:
Lesen Sie diese und weitere Erkenntnisse in diesem zusammenfassenden Artikel von McKinsey & Co. – „Den Puls der Verbraucher spüren“.
Diese Trends haben einen gemeinsamen Nenner, der für jede Strategie im Konsumgüterbereich von zentraler Bedeutung ist und das Kundenerlebnis verbessern kann: dieLieferkette. Für Führungskräfte in der Lieferkette steht viel auf dem Spiel, und sie benötigen die Unterstützung verschiedener Teams in Form zeitnaher Informationen. Sie brauchen aktuelle Lagerbestandsdaten und müssen alle Werbeaktionen oder Aktionen berücksichtigen, die zu einem Nachfrageanstieg führen könnten. Sie benötigen die Koordination mit der Finanzabteilung für die Budgetzuweisung und -genehmigung. All dies auf der letzten Meile zu bewältigen, ist, gelinde gesagt, eine komplexe Angelegenheit.
Hier kommen Technologien wie Automatisierung, Robotik und IoT ins Spiel, und ihre Bedeutung und Abhängigkeit waren noch nie so groß. Um jedoch optimale Ergebnisse zu erzielen, ist ein robustes Planungsmodell unerlässlich, das alle Beteiligten einbezieht. Hier kanndie autonome Lieferkettenplanungden entscheidenden Unterschied machen. Die folgende Infografik erläutert die vier Elemente für die Implementierung autonomer Planung:
Dieser Überblick wäre unvollständig ohne die Erwähnung des wichtigsten Ereignisses des Jahres: den Krieg zwischen der Ukraine und Russland. Wir alle haben die Reaktion globaler Marken mitbekommen, die ihre Geschäfte in Russland eingestellt und ihre Solidarität mit der Ukraine bekundet haben. Es ist zweifellos eine heikle Angelegenheit, und viele Marken haben im Einklang mit den Überzeugungen ihrer treuen Kundschaft gehandelt.
Unser nächster und letzter Beitrag in dieser Übersicht beleuchtet die Rolle von Marken in Krisenzeiten. Er beinhaltet außerdem eine Umfrage unter 1600 Verbrauchern in den USA und Großbritannien zu ihren Erwartungen an Marken in diesen schwierigen Zeiten. Hier sind die Ergebnisse:

Hier eine Zusammenfassung der Maßnahmen, die von Konsumgütermarken nach dem Krieg ergriffen wurden:
Lesen Sie in diesem Artikel eine detaillierte Analyse der Maßnahmen der Konsumgütermarken –Die Reaktion der Konsumgüterindustrie auf die Ukraine-Krise
Über den Autor

Stellvertretender Vizepräsident
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