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TL;DR:Auf der CDO Retail Exchange 2026 herrschte unter den führenden Köpfen des Einzelhandels Einigkeit darüber, dass der Fokus von KI-Experimenten auf die konkrete kommerzielle Umsetzung verlagert wird. Angesichts des Margendrucks und der Marktunsicherheit liegt die eigentliche Herausforderung nicht in der Beschaffung weiterer Daten oder Plattformen, sondern darin, die „Erkenntnislücke“ zu schließen und Daten in verlässliche Geschäftsentscheidungen umzuwandeln. Führungskräfte verfolgen einen pragmatischen Ansatz gegenüber Hype-Technologien wie Agentic AI, verabschieden sich von radikalen Implementierungen und setzen wieder auf strategische Proof-of-Concepts (POCs), die einen unmittelbaren ROI liefern und gleichzeitig die langfristige Skalierung von Fähigkeiten ermöglichen.
Ich versuche gerade, das Geschehene der kürzlich stattgefundenen CDO Retail Exchange zu verarbeiten. Die Veranstaltung fand am Rande des 81 Hektar großen Syon Park Estate im Hilton London Syon Park statt und bot mit ihrer wunderschönen Kulisse den perfekten Rahmen für einen dringend benötigten Neustart der Branche.
Das Format selbst war eine willkommene Abwechslung: eine exklusive Veranstaltung mit nur 70 Teilnehmern. Die begrenzte Teilnehmerzahl und die Unterbringung aller vor Ort schufen ein Maß an Vertrauen, das unglaublich tiefgründige Gespräche ermöglichte. Ich war unglaublich stolz darauf, dort als Vertreterin dabei zu sein.Polestar AnalyticsAls Sponsor haben wir uns entschieden, diese Veranstaltung zu unterstützen, weil sie auf allgemeine Verkaufsfloskeln verzichtet und sich auf echten Mehrwert und von Kollegen empfohlene Lösungen konzentriert.
Zwei Tage mit wirklich guten Gesprächen mit Kollegen aus dem gesamten Einzelhandels- und Konsumgüterbereich sprachen für sich. Hier ist meine Einschätzung zur aktuellen Lage der Branche mit Blick auf die zweite Jahreshälfte 2026.
Es herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass führende Unternehmen im Einzelhandel entschieden von KI-Experimenten zu einer soliden, kommerziellen Umsetzung übergehen. Angesichts von Margendruck, volatiler Nachfrage und steigenden Betriebskosten sind CDOs gezwungen, eine deutlich schwierigere Frage zu beantworten: Was treibt tatsächlich das Umsatzwachstum an?
Das Paradoxon bleibt jedoch bestehen. Alle bei CDO Retail verfügen über mehr Daten, als sie verarbeiten können, doch fast niemand hat das Gefühl, ausreichend davon zu profitieren. Einzelhändler, die Erfolge erzielen, jagen nicht nach neuen Tools, sondern bauen ihre Datengrundlagen neu auf und vereinfachen fragmentierte Architekturen.
Die Erkenntnislücke ist das eigentliche Problem. Dem Einzelhandel mangelt es nicht an Daten, Ambitionen oder Werkzeugen. Es fehlt die Brücke zwischen ihnen – die Ebene, die Investitionen in vertrauenswürdige und umsetzbare Entscheidungen verwandelt. Trotz vorhandener Data Lakes, zahlreicher Dashboards und talentierter Teams basieren Entscheidungen immer noch eher auf Erfahrung und Annahmen als auf den vorliegenden Daten.
Die Gespräche am Stand von Polestar Analytics spiegelten durchweg dieselbe Stimmung wider: Es besteht weniger Interesse an „einer weiteren Plattform“ oder „mehr Personal“, viel mehr an Lösungen, die das Geschäft voranbringen. Der Markt ist unübersichtlich, Unternehmen werden von KI-Anbietern überschwemmt, und es ist wirklich schwer, den Überblick zu behalten. Leistungsfähigkeit ist wichtig, aber nur dann, wenn sie auf ein reales Problem abzielt.
Es überrascht nicht, dass die Frage nach agentenbasierter KI alle beschäftigt. Wie in unserer Analyse zu diesem Thema erläutert wird.Wie Agentic AI die Einzelhandelsanalyse revolutioniertWir treten in ein Zeitalter des agentenbasierten Handels ein, in dem Agenten zunehmend Einfluss auf die Produktsuche, Preisgestaltung und Kaufentscheidung nehmen werden. Doch der Hype auf der Exchange wurde von der Realität eingeholt. Es herrscht echtes Interesse, gepaart mit gesundem Pragmatismus hinsichtlich der tatsächlichen Rolle des Agenten.
Die unbequeme Wahrheit ist, dass nicht alles mit KI gelöst werden kann oder sollte. Erfolgreiche Führungskräfte berücksichtigen dies und beziehen ihre Geschäfts- und Technologie-Teams von Anfang an in die Entscheidungsfindung ein. Besonders erfrischend war das interaktive „Failure Forum“, ein geschützter Raum, um anonym zu analysieren, warum 80–95 % der KI-Projekte im Einzelhandel trotz vielversprechender Präsentationen scheitern. Es verdeutlichte eindrücklich, dass Datenqualität, Datenhoheit und Governance die oft übersehenen Erfolgsfaktoren für Projekte sind.
Ein weiteres Highlight war der „Retail Data & AI War Room“, eine 90-tägige Simulation, die uns herausforderte, schnell datengestützte Entscheidungen zu treffen, um einen fiktiven Einzelhändler im freien Fall zu retten. Übungen wie diese verdeutlichten einen grundlegenden Wandel in der Beschaffung und dem Einsatz von Einzelhandelstechnologien: Niemand will einen plötzlichen, spektakulären Umbruch.
Da Daten- und Analyseteams immer KI-kompetenter werden, suchen sie nicht mehr nach Standardlösungen, sondern nach Partnern, die ihren Wert durch einen Proof of Concept (POC) unter Beweis stellen und strategisch skalieren können. Klein anzufangen und den Nutzen zu beweisen, ist wieder der intelligentere Weg, Vertrauen aufzubauen – und nicht nur eine Absicherung. Diesen Trend unterstützen wir bei Polestar Analytics und helfen unseren Kunden, eine zweigleisige Strategie zu entwickeln, die unmittelbare Effizienzgewinne mit langfristiger KI-Kompetenz in Einklang bringt.
Letztendlich hat der diesjährige Austausch bewiesen, dass die Branche bereit ist, die Ärmel hochzukrempeln. Die Brücke zu finden, die KI operationalisiert und Daten in verlässliche Maßnahmen umwandelt, ist derzeit die spannendste Herausforderung. Ich verlasse London voller Energie und freue mich darauf, unsere Kunden bei Polestar Analytics dabei zu unterstützen, sich in diesem dynamischen Markt zurechtzufinden und konkrete Geschäftsergebnisse zu erzielen.